Stephan Manske   Start - Lyrik und Prosa - Parodien auf den Erkönig


Neulich in de.etc.sprache.deutsch, nachdem jemand um eine Parodie auf den Erlkönig bat:    (SCNR)
(Und dann noch einige Versionen, die ich im Netz und anderswo gefunden habe.)

      Das Original
      Der Eisenbahner
      Biker I
      Biker II
      Der Anwalt
      EDV-Version
      Der Erldecker (ShadowRun)
      Der Erlkönig in weiß
      Ein "stinkiger" Erlkönig
      Ein weiterer "stinkiger" Erlkönig   neu
      Der fliegende Erlkönig   neu
      Der Erlkönig   neu
      Der Erlkönig als Geograph   neu
      Der Torschützenkönig


Ersteinmal als Einstimmung den echten Erlkönig:

Der Erlkönig

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlkönig mit Kron und Schweif? -
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. -

"Du liebes Kind, komm geh mit mir!
gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
manch bunte Blumen sind an dem Strand,
meine Mutter hat manch gülden Gewand."

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
was Erlenkönig mir leise verspricht? -
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
in dürren Blättern säuselt der Wind. -

"Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
meine Töchter führen den nächtlichen Reihn,
und wiegen und tanzen und singen dich ein."

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düsteren Ort? -
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:
es scheinen die alten Weiden so grau. -

"Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt."
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! -

Dem Vater grausets, er reitet geschwind,
er hält in den Armen das ächzende Kind,
erreicht den Hof mit Müh und Not;
in seinen Armen das Kind war tot.

Johann Wolfgang von Goethe

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Und nun die Parodien:

Der "Eisenbahner"-Erlkönig

Wer rollt so gemütlich mit Rückenwind,
den Schnellzug am Haken, die Frontscheibe blind,
es ist der D 0815, mit Diesel bespannt,
ist drei Stunden später, doch er fährt noch durchs Land.

Es ist fast ein Wunder, denn von den Motoren
hat einer beim Anfahren zwei Pleuel schon verloren.
Der andere hat Wasser und arbeitet hydraulisch,
doch im großen und ganzen, die Fahrt ist erbaulich.

Das Strömungsgetriebe, das poltert und kracht,
der Steuerölwächter hat sich auf und davon gemacht.
Den Ölstand kann man mit Müh noch erkennen,
und auch ein Magnetventil bekommt schon das Rennen.

Zwei Leistungsschutzschalter, die fielen schon raus.
auch der Kraftstoff ist bald aus.
Am hinteren Schaltschrank, da brennen die Lampen.
und selbst die Spannung fängt an zu schwanken.

Mein Beimann, was birgst du so bang im Gesicht ?
Siehst du, Meister die Rauchfahne nicht ?
Da ist bestimmt eine Leitung gerissen,
warum wir noch fahren, das möchte ich wissen !

Die Drehzahl sinkt, der Öldruck wird kleiner,
von den Scheibenwischern geht nur noch einer,
aus dem Lager pfeift es wie aus einem Vogelnest,
am hinteren Drehgestell ist die Bremse fest.

Sie erreichen das Endziel mit Müh und Not,
starten können sie nicht mehr, die Batterie ist tot,
und doch sind sie glücklich, es war ihr letzter Kampf,
ab morgen fahren sie beide, laut Dienstplan mit Dampf.

Quelle unbekannt

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Der Erlkönig von Gasgeber "Gummi" Biker

Wer rattert so spät durch Nacht und Wind,
es ist der Vater mit seinem Kind.
Tochter Elfriede mit Vater Fritz
auf einer BMW 1000 mit Sozius-Sitz.

"Oh Kind, warum verbiegst du so bang dein Gesicht?"
"Siehst Vater du den Bahnübergang nicht?
Den neblichen unbewachten in weiter Ferne?"
"Sei still, mein Kind, ich hab 'ne Boschlaterne."

"Oh Vater, siehst du den Bullen nicht?
Mit Bleistift, Notizbuch und strengem Gesicht?"
"Sei ruhig, mein Kind, der geht uns nichts an,
ich hab 'ne falsche Nummer dran."

"Oh Vater, oh Vater nun beeile dich sehr,
da hinten glüht einer auf 'ner Honda daher."
"Sei still, mein Kind, das erklär ich dir später,
der hat bloss seine 500 Kubikzentimeter."

Die Hupe heult, der Motor kracht,
so rasen die beiden durch die finstere Nacht.
Sie erreichen mit Mühe und Not das Meer,
die Hose ist voll, der Sozius leer.

Quelle: http://www.zebra.fh-weingarten.de/~schubert/news-drm/10399.html

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Der "Biker"-Erlkönig

Wer knattert so spät durch Nacht und Wind ?
Es ist der Vater mit seinem Kind,
Vater Joe mit dem Sohne Dick
Auf einer Honda - sechshundert Kubik.

"Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht ?"
"Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht ?
Den Erl mit seinem fiesen Gesicht ?"
"Mein Sohn, mein Sohn, ich seh' ihn noch nicht !"

"Mein Vater, mein Vater, er brettert heran
auf seiner Yamaha! Gib doch Gas, oh Mann,
Sonst kommt er bald näher, sonst holt er uns ein,
und nervt mich mit seinem Gelaber, das Schwein:

Du liebes Kind, komm, geh' mit mir
gar schöne Spiele spiel' ich mit dir ..."
"Sei ruhig, bleib ruhig mein Kind;
Das merkt doch ein Blinder, der Erlkönig spinnt !"

"Er sagt's aber dauernd"; "Nun bleib mir nur cool;
Ich weis es schon länger, der Erl, der ist schwul !"
"Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
noch andere Homos am düsteren Ort !"

"Mein Sohn, ich sehe nur Schatten dort drüben,
drum hab keinen Schiß vor den windigen Typen:
ich bin ja dabei, da traut er sich wenig
mit seinem Gesochse, der blöde Erlkönig !"

"Mein Vater, mein Vater, jetzt schiebt er sich vor !"
Es quietschen die Reifen, es röhrt der Motor
"Und jetzt, au weia, jetzt grapscht er mich an -
Ich glaub, er hat ganz was gemeines getan !"

Dem Vater graust's, er gibt schrecklich viel Gas:
"Halt dich fest mein Sohn, sonst passiert dir noch was !"
er erreicht mit Müh' seine Villa am Meer,
doch hinter ihm der Sitz -- ist leer.

Quelle unbekannt

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Der "Anwalts"-Erlkönig

Wer schreitet so stolz im schwarzen Gewand?
Es ist der Anwalt - und sein Mandant;
Er hat die Akte wohl im Arm,
Er ist sich sicher, der Beklagte wird warm.

Mandant, was birgst du so bang dein Gesicht? -
Siehst Anwalt, du die Richter denn nicht?
Die Richter mit Robe und Schleif'? -
Lieber Mandant, die prozessieren wir weich. -

Du böser Kläger, komm, her zu mir!
Gar üble Erfolgsaussichten mach ich dir;
Wir haben Dein Glück in der Hand,
Tönt es aus schwarzem Gewand.

Mein Anwalt, mein Anwalt, und hörest du nicht,
Was die Kammer mir lauthals verspricht? -
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Mandant;
Die Kammer rede ich an die Wand. -

Willst Kläger, ohne Kohle nach Hause gehn?
drauf verzichten auf Nimmerwiedersehen;
Der Anwalt findets böse und gemein
Die Kammer schießt sich erst richtig ein.

Mein Anwalt, mein Anwalt, und siehst du nicht dort
den Rechtsschutz, die Kammer, keiner glaubt mir ein Wort? -
Mein Mandant, mein Mandant, ich seh es genau:
der Rechtsstreit geht baden, sei schlau! -

Kläger ich warne dich, mich reizt deine gierige Gestalt;
Und bist Du nicht willig, so brauchen wir Gewalt.
Im Namen des Volkes, nun schließt den Vergleich!
Dem Mandanten wird mulmig, er ist windelweich! -

Dem Kläger grauset's, er vergleicht sich geschwind,
Die Vergleichsgebühr stimmt den Anwalt recht lind,
Die Kammer drückt sich ums Urteil mit Mühe und Not;
In ihren Armen die Akte war tot.

Quelle unbekannt

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Der Erlkönig (EDV-Version)

Wer tastet sich nachts die Finger klamm ?
Es ist der Programmierer mit seinem Programm !
Er tastet und hastet. Er tastet schnell,
im Osten wird der Himmel schon hell.

Sein Haar ist ergraut, seine Hände zittern,
vom unablässigen Kernspeicherfüttern.
Da - aus dem Kernspeicher ertönt ein Geflüster
"Wer poltert in meinem Basisregister ?"
Nur ruhig, nur ruhig, ihr lieben Bits,
es ist doch nur ein kleiner Witz.

Mein Meister, mein Meister, sieh mal dort !
Da vorne schleicht sich ein Vorzeichen fort !
Bleib ruhig, bleib ruhig, mein liebes Kind,
ich hole es wieder. Ganz bestimmt.

Mein Meister, mein Meister, hörst du das Grollen ?
Die wilden Bits durch den Kernspeicher tollen !
Nur ruhig, nur ruhig, das haben wir gleich,
die sperren wir in den Pufferbereich.

Er tastet und hastet wie besessen,
Scheiße - jetzt hat er zu saven vergessen.
Am Kopf schwillt die Ader, das Keyboard erglüht,
ein Runtime-Error zerfetzt sein Gemüt.

Der Programmierer schreit in höchster Qual,
da zuckt durch das Fenster ein Sonnenstrahl.
Der Bildschirm flimmert im Morgenrot,
Programm gestorben, Programmierer tot !

Quelle unbekannt

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Der Erldecker (ShadowRun)

Wer bricht ins System ein? Ach du Schreck!
Es ist ein Cowboy mit seinem Deck!
Ein Ono-Sendai, schnell wie der Blitz,
mit gar übler Software, ganz ohne Witz

Oh Daemon, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst, Cowboy, du die AI dort nicht?
Die AI dort, mit Chrom und ICE?
Mein Gott Daemon, laber kein Scheiß...

Du dämlicher Decker, verschwinde von hier!
Dein kümmerliches Hirn das brate ich dir!
Manch Anti-Life hab ich in der Hinterhand,
dir aus dem Kopf zu brutzeln das bißchen Verstand!!!

Mein Daemon, mein Daemon, Alarmstufe Rot!
Hörst du, mit was die AI da mir droht?
Sei ruhig, bleib ruhig mein Decker,
Hör nicht auf der AI Gemecker!

Tust, doofer Cowboy, hier immer noch stehen?
Mein ICE soll dich braten gar schön!
Mein ICE das zieht gar mächtig rein,
Das schenkt dir gewaltig einen ein!

Mein Cowboy, mein Cowboy, siehst du nicht dort
Das schwarze ICE am düsteren Ort?
Mein Daemon, mein Daemon, ich seh es genau:
Dort sind auch die Daten, bereit für den Klau!

Ich schütz sie, dich reizt ihr Datengehalt:
gehst du nicht hurtig, dann kill ich dich halt!
Mein Daemon, mein Daemon, jetzt greift sie mich an!
Die AI hat mir ein Leid angetan!

Den Daemon grauset's, er ziehet den Stecker,
an seinem Deck hängt der zuckende Decker.
Den Ausschalter erreicht er mit Mühe und Not,
An seinem Deck der Cowboy war tot...

Anm: Ein Daemon ist ein Kompilerprogramm bei CP2020....eine Art
Progammsammlung mit Pseudointelligenz....

Quelle: C. \"Fürst Luzifer\" Kräuter

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Der Erkönig in weiß

Wer rast da so spät durch Nacht und Wind? 
Ein Krankenwagen mit Vater und Kind, 
mit Blaulicht und Sirene zum Krankenhaus hin,
Sanitäter vorne, Notärztin hinten drin.

Guter Mann, was bergen Sie so bang Ihr Gesicht? 
Sehn, Frau Doktor, Sie diese Wunden nicht? 
Wir kriegen Sie schon wieder hin, Sie und Ihr Kind, 
vorausgesetzt, daß Sie privat versichert sind.

Ich krieg' nur Sozialhilfe, meine Tochter und ich sind allein, 
keiner, der sich um uns kümmert, für uns int'ressiert sich kein Schwein! 
Na, dann fällt uns für Sie eine and're Lösung ein, 
eine Ärztin muß auch leben, Sie seh'n das sicher ein!

Mein Vater, mein Vater, siehst Du denn nicht, 
diese gierigen Augen im verzerrten Gesicht? 
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind, 
das sieht nur so aus, weil wir so aufgeregt sind!

Es tut mir ja leid für Sie, guter Mann, 
die in der Notaufnahme schau'n sie sich nicht so genau an, 
die Leute, die nur gesetzlich versichert sind, 
deshalb sterben Sie jetzt, Sie und Ihr Kind.

Mein Vater, mein Vater, und siehst Du nicht hier, 
diese langen Zähne, die sie fletscht wie ein Tier? 
Mein Kind, mein Kind, ich seh' es genau, 
das sind alte Kronen, die sind schon ganz grau.

Guter Mann, Sie haben Pech, ich als Ärztin hab' es gut – 
keiner schaut mehr nach Ihnen, und ich hab Ihr Blut. 
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt sie mich an, 
die Frau Doktor hat mir ein Leids getan.

Dem Vater grauset, doch nicht mehr sehr lang, 
dann hat die Notärztin ihre Pflicht getan, 
gibt nach vorne ein paar Beutel mit Blut so rot, 
im Krankenhaus melden sie: Beide sind tot!

Quelle unbekannt

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Ein "stinkiger" Erlkönig

Wer stinkt so spät durch Nacht und Wind?
Es ist die Windel vom Findelkind!
Du hältst es fest, du hältst es warm,
doch es stinkt, auf dass es Gott erbarm.
Von Kopf bis Fuss mit Kot beschmiert,
mit Pampers wär' das nicht passiert.

Quelle unbekannt

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Ein weiterer "stinkiger" Erlkönig

Wohin mag der Held des folgenden Werkes eilen?

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
es ist der Vater, er muß geschwind.
Er hält die Rolle sicher im Arm,
doch in seiner Hose, da wird ihm schon warm ...

Quelle: eine unbekannte Tomus-Lektorin

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Der fliegende Erlkönig

Wer fliegt so vermessen bei Schauer und Dreck?
Wer hält seinen Kurs so verbissen und keck?
Es ist der Vater mit Kind und Frau,
den Flugschein hat er zwei Wochen genau.

Oh Vater, wie schaukelt das Flugzeug so wild,
wann kommt denn die Nordsee, wann sind wir auf Sylt?
Ach Sohn, verschone mit Fragen mich jetzt,
ich glaube, der Wind hat uns böse versetzt!

Oh Vater, oh Vater, ich seh gar nichts mehr,
nur schwarze Waschküche rund um uns her!
Mein Sohn, man findet nun mal die Sicht
im Cumulusnimbus meist besser nicht!

Dem Vater grauset, er fliegt geschwind,
die Mutter wimmert, es kotzt das Kind.
Der Kreiselkompass klebt fest auf Nord,
dafür wandert der andere unmerklich fort.

Man fliegt schon vier Stunden, der Treibstoff wird knapp
da blickt der Filius durch Zufall herab:
Sieh` Vater - die Erde, ein Wolkenloch dort!
Schnallt fest Eure Gurte, wir landen sofort!

Es kracht bei der Landung - das Flugzeug ist hin,
der Vater blickt starr zu dem Wegweiser hin:
Nur siebenmal einen Kilometer genau ...
per Landstrasse nach Oberammergau!

Quelle: http://www.fh-friedberg.de/users/schumi/spruch/erlk.htm

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Der Erlkönig

Wer reitet so spät
durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater
mit seinem Kind.

Er hält den Knaben
fest auf dem Schoss
und denkt:"Ich hoffe,
den werd' ich heut los."

"Mein Sohn,was birgst Du
so bang Dein Gesicht?"
"Siehst,Vater, Du
den Erlkönig nicht?"

"Hallo,Erlkönig!
Willst Du das Kind von mir?
Für Zwei Mark Fünfzig
gehöhrt es Dir!"

"Dank,Vater,
für die Offerte, doch
der Preis erscheint mir
ein wenig zu hoch."

"Erlkönigs Töchter,
wollt ihr mein Kind?"
"Du weisst doch,
wie schlecht wir bei Kasse sind!"

Der Vater erreicht
den Hof voller Sorgen
und denkt:"Vielleicht
verkauf' ich ihn morgen."

Quelle: http://wald.heim.at/sherwood/530026/gedichte/overview.htm

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Der Erlkönig als Geograph

Wer reitet so spät durch Nacht und Sturm
Es ist ein Vater mit seinem Wurm.
Er hält das Kind und wiegt es im Schlaf.
Er ist ein Doktor, er ist Geograph.

Er reitet durch Städte und übers Land.
Die Gegend ist ihm jedoch unbekannt.
Dort vorn ist ein Fluss, jetzt ist er erreicht,
doch da ist kein Steg, der Vater erbleicht.

Wie tief der Fluss ist, hat er vergessen.
Der Junge wimmert, "ich will was zu essen."
Du halt die Klappe, ich muß überlegen.
Ah, dort ist ein Wald, was für ein Segen.

Ich fürcht mich im Wald und friere auch sehr.
Mein Gott, was machst du das Leben mir schwer?!
Ich glaub, dort ist die Grenze, da müssen wir hin.
Aber Papa, das macht doch gar keinen Sinn.

Jetzt haben wir uns auch noch verlaufen im Wald
Oh, Vater, mir ist so entsetzlich kalt.
Wir haben doch den Plan von "Falk" mitgekricht.
Mensch, Karten lesen, das kann ich doch nicht.

Dann nimm doch den Kompass, der zeigt immer nach Nord.
Den hab ich verloren, der ist längst fort.
Dann lass uns umkehr'n, zurück in den Stall.
Das kannste vergessen, auf gar keinen Fall!!

Aber was wollen wir denn da in dem fremden Land
Da gibt`s doch nur Bäume und Wiesen und Sand.
Wir müssen die Transformation dort ergründen,
Wie andere den Weg in die Marktwirtschaft finden.

Warum müssen wir das, können die das nicht allein?!
Nun sei doch mal still, und schlaf wieder ein.
Jetzt sind wir bald da, ich sehe schon Leute.
Die komm auf uns zu, was für eine Meute!

Sie greifen uns an, umzingeln uns gar.
Ich glaub, es ist besser, wir machen uns rar.
Wir kehren um und reiten zurück.
Die Exkursion ist beendet, was für ein Glück!!

Quelle: Eintrag von Jennifer Keil in meinem Gästebuch

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Und nun die d.e.s.d-Fassung, die quasie live entstanden ist:

Der Torschützenkönig

Wer humpelt so langsam da über den Platz,
es ist der Stürmer auf einer Hatz.
Er schießt den Ball wohl mit den Fuß,
weil er ja auch was treffen muß.

"Mein Trainer, was birgst du so bang dein Gesicht?"
"Siehst, Stürmer du, den Schiedsrichter nicht?
Und Linienrichter, mit Flagg' und Pfeif'?"
Für die Karte, die rote, bist Du reif!"

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© 1998 - 2000: Stephan Manske, stephan@manske-net.de